10 wirklich persönliche Fragen

Normalerweise schreibe ich ja konzentriert über das Thema Selbstliebe. Also konkret, wie man sich selbst mehr lieben und annehmen kann, um seine Träume und Wünsche verwirklichen zu können. Dieser Artikel wird daher etwas aus der Reihe fallen. Warum? Ganz einfach. Mein Blogger-Kollege Stephan Wießler, welcher ein wahrer Experte in Sachen Selbstvertrauen ist, hat mich zu seiner Aktion eingeladen. Worum es geht? Er hat mir zehn sehr persönliche Fragen gestellt und ich antworte ganz offen und ehrlich darauf. In den folgenden sechs Minuten wirst du also sehr private und intime Details von mir erfahren und mich so noch besser kennen lernen. Legen wir los!

1. Was ist das Schlimmste, was Dir jemals passiert ist?

Diese Frage ist für mich schwer zu beantworten. Ich habe begonnen, die Dinge, die mir passieren immer weniger in Schubladen einzuordnen und zu bewerten. Was passiert passiert und ich bin dazu eingeladen, mich damit auseinander zu setzen. Und wenn die Geschehnisse irgendetwas in mir auslösen, schaue ich mir genauer an, was da ist und woher es kommen könnte. Mir geht es in erster Linie darum, zu wachsen. Diese ganzen harten Panzer, die ich im Laufe meines Lebens um mein Herz gelegt habe, wieder abzulegen und somit wieder mehr mit mir in Verbindung kommen.
Das meiste Wachstum habe ich bisher aus jeglichen Schicksalsschlägen gezogen. Dazu gehört unter anderem das Ende meiner letzten Paarbeziehung, die mir eine wahre Fülle an Erkenntnissen über mich selbst geliefert hat. Eine weitere ist die Beendigung meines letzten Arbeitsverhältnisses.

2. Was ist das Beste?

Das Beste, was mir je passiert ist und immer noch passiert, ist die oben beschriebene Denk- und Handlungsweise. Ich habe endlich gelernt zu vertrauen und das Leben so zu akzeptieren, wie es kommt. Früher habe ich ständig dagegen angekämpft, was natürlich nichts werden konnte. Es hat zu jeder Menge Stress und Ärger geführt. John Lennon hat dazu mal etwas sehr kluges gesagt: „Life is what happens while you’re busy making other plans.“. Das sehe ich genauso und übe mich immer mehr im Vertrauen, wohingegen ich auf der anderen Seite immer mehr Verantwortung für mein eigenes Leben übernehme und mich darum kümmere, meine Träume und Wünsche zu erfüllen. Mein Leben gehört einzig und allein mir und ich entscheide mich jeden Tag aufs Neue, ob ich zur besten Version meines Selbst werde, oder in Selbstzweifeln und Angst zerfließe. Es liegt in meiner Hand.

3. Was ist Deine Vision?

Meine Vision ist aktuell den größten deutschsprachigen Blog zum Thema Selbstliebe aufzubauen, daran weiter zu wachsen und davon leben zu können. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass du die Möglichkeit bekommst, aus meinen Erkenntnissen zu lernen und nicht alle „Fehler“ noch einmal machen musst, die ich zu meiner Zeit begangen habe. Im Grunde geht es mir darum, andere Menschen und mich immer mehr dazu ermutigen mit sich selbst liebevoll umzugehen. Wer sich selbst liebt, ist auch in der Lage andere wahrhaftig zu lieben. Das erlebe ich bereits jetzt schon. Jeden Tag ein Stückchen mehr.

4. Warum bloggst Du?

Ich blogge, weil ich eines Tages auf den Blog des Persönlichkeitsbloggers Steve Pavlina gestoßen bin, welcher mich sehr inspiriert hat. Dort bin ich auf das Thema Passives Einkommen gekommen und war sofort Feuer und Flamme. Vor allem, weil er mit seinen Artikeln vielen Menschen die Möglichkeit gibt, an sich zu arbeiten und nebenbei auch noch sehr gut davon leben kann. Auf meinem persönlichen Weg bin ich einigen Menschen begegnet, die mir nach unseren Gesprächen auffällig häufig gesagt haben, dass ich doch mal ein Buch oder einen Ratgeber schreiben solle, weil sie nach unserem Austausch viel mehr Klarheit und Ruhe bezüglich ihres Themas hatten als zuvor. Sie waren in der Position zu Handeln, wo zuvor nur Zweifel und Stagnation herrschte. Das hat mich ermutigt, mich mehr aus mir heraus zu trauen und habe mit diesem Blog begonnen.

5. Wie viel Geld hast Du jetzt gerade auf dem Konto?

Mein Geld liegt ausschließlich bei nachhaltigen Banken (Ethikbank und GLS Bank) und die Summe beider Konten beläuft sich genau auf 984,31 €.

6. Hast Du einen Traum, den Du Dir noch nicht erfüllen konntest?

Davon gibt es jede Menge und heute ist der Tag, an dem ich intensiv daran arbeite, diese möglich zu machen. Einer dieser Träume ist es, für drei Monate auf Bali oder Lombok zu leben, um von dort aus zu schreiben und mich und mein Leben zu genießen.

7. Wo und wie wohnst Du?

Aktuell wohne ich noch als einziger Mann in einer 4er-WG mit drei Frauen zusammen. Die Wohnung befindet sich im Schillerkiez in Berlin und ist ganz in der Nähe des Tempelhofer Feldes angesiedelt. Mein Zimmer ist ca. 34m² groß und für mich mein Kraftort, an dem ich mich gern aufhalte und Freunde zu mir einlade. Da ich nicht viel Materielles besitze, ist dementsprechend Platz, den ich ganz gern zum Tanzen, Trainieren und Meditieren nutze.

8. Was würdest Du tun, wenn Du ab jetzt finanziell ausgesorgt hättest?

Eine Bekannte meinte einmal zu mir, dass sie reich sei, woraufhin ich sie fragte, wie sie das meine. Sie antwortete darauf: „Siehst du, Robert. Ich habe am Ende des Monats noch Geld auf meinem Konto. Das bedeutet, dass ich reich bin, weil ich mehr habe als ich tatsächlich brauche.“ Dieses Gespräch hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich glaube, dass ich bereits finanziell ausgesorgt habe, weil ich mich immer mehr darin übe, die Fülle des Lebens zu sehen und dafür dankbar zu sein. Ich weiß, dass ich demnächst reisen werde und noch mehr von dieser wunderschönen Welt erfahren werden. Ich weiß auch, dass dafür ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen werden. Ich weiß auch, dass ich mit dem Geld meine Freunde an einem Tisch versammeln werde und für alle die Rechnung bezahle, weil ich es liebe, mich mit Menschen zu umgeben und ihren Geschichten zu lauschen. Ich weiß auch, dass ich mit diesen finanziellen Mitteln Menschen bei ihren Herzensprojekten unterstütze, weil ich es liebe zu teilen und schenken.

9. Was ist Deine größte Angst?

Meine größte Angst ist es, all meine Erkenntnisse, die ich bisher hatte, wieder zu verlieren. Aber so groß ist die nun auch wieder nicht. Ich habe gelernt, dass es sich mit Ängsten wie mit Gerüchten verhält. Es wird stets heißer gekocht, als es gegessen wird. Um so länger ich mir eine Angst anschaue, um so unbedeutender wird sie. Vor allem dann, wenn ich absichtlich genau das mache, wovor mich meine Angst warnt. Bisher hat mir das sehr bei meinem Wachstum geholfen und ich bleibe weiter dran.

10. Wen würdest gerne persönlich mal treffen?

Ich habe bereits mich und das reicht mir vollkommen. Alle anderen tollen Menschen kommen ganz automatisch in mein Leben, da ich weiter an der besten Version meines Selbst arbeite. Auch da mache ich mir keinen Kopf. Ich weiß, dass ich stets auf genau die, für den Moment passenden Menschen im Lebe treffe, um etwas zu lernen und über diese Erkenntnis freue ich mich immens.

Soviel zu den Fragen von Stephan und meinen Antworten. Ich merke immer mehr, wie gut es sich für mich anfühlt, mich so nackt und verletzlich zu zeigen. Um so mehr ich meine Masken fallen lasse, um so mehr erlaube ich mir, mich zu zeigen und somit ganz liebevoll ich selbst zu sein.
Ich freue mich schon auf die Antworten von weiteren Bloggern zu dieser Aktion.

Comments 5

  1. Nils Terborg

    Hi Robert,

    ebenfalls ein spannender Artikel! Ich mag, wie du das Thema Selbstliebe konsequent angehst! Gerade, weil das hierzulande doch viel Mut erfordert – wer öffentlich sagt, dass er sich selbst liebt, ist dann sofort Arrogant. Was für ein Quatsch!

    Ich find’s sympathisch offen zu sein und sich selbst zu mögen. Und auch sich selbst zu lieben :-)

    LG, Nils

  2. Matthias

    Hallo Robert,

    sehr schöner, authentischer Beitrag. Auch mein Vorbild war Steve Pavlina und nach gut 2 Jahren darf ich erkennen, dass es gar nicht mehr so viel braucht. Ich also meine Absicht und Vision mehr und mehr lebe.

    Freu mich mehr von dir zu lesen.

    Potenten Gruß

    Matthias

  3. Kendra

    Hallo Robert, mich bringt zum Staunen, dass du Steve Pavlina erwähnst, ich finde ihn auch sehr inspirierend. Es ist doch großartig, wie viele Menschen er durch seinen Blog erreicht hat, und dass wir auch viele andere erreichen können.
    Danke für deine Offenheit,
    Kendra

  4. Felix Kade

    Hallo Robert,

    Ein voll schöner Artikel. Es inspiriert mich sehr, wie offen und konsequent du die Selbstliebe angehst. Beim Lesen spüre ich, dass du lebst, was du schreibst. Besonders der Ausdruck „die beste Verson meines Selbst“ gefällt mir. Den benutze ich auch öfters.
    Mach weiter so!

    1. Post
      Author
      Robert Kresse

      Hallo Felix, danke für deinen Kommentar. „Die beste Version meines Selbst“ gefällt mir sehr, weil darin die Verantwortung für mich selbst steckt und die Macht verborgen liegt, mein Leben so zu gestalten, wie ich es möchte. Dir wünsche ich einen ganz wunderschönen Tag.

      Liebe Grüße,
      Robert

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